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28. Februar 2007

Die Geschichte von Herrn Müller

Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer.
Und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.
Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden.
Na ja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.

Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen
dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.

Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt – und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren – aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug.
Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.
Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen
Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.

70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen – also ganz viel Geld.
Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.
Hurra, Herr Müller!

Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Na ja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst – es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.

Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.
Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür,
dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller . . .

Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurde.
Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil
man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus.
Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe.
Da spart er was, der Herr Müller – und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum xxxxxx werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut.

Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn M. im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.

Und an alle an denen DAS noch vorbeigegangen ist:
der gute Herr Müller unterstützt seit Jahren die NPD durch Parteispenden!

Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im Regal stehen zu lassen!

Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.

Euer

TOM

21. Februar 2007

Welcome to Sarajevo

Welcome to Kairo

13. Februar 2007

Bleib bescheiden DJ

Es ist ja nun seit ich hier schreibe hinreichend bekannt das manchen DJ sich gerne mal wie Rockstars benehmen. Hotels zertrümmern, Groupies auf Clubtoiletten, Ausnüchterungsübernachtung bei der lokalen Polizeidienststelle usw.

Immer wieder werden uns solche Geschichten erzählt und obwohl vieles mehr Fiktion als Wahrheit ist, ist es ja den noch unterhaltsam!

Ich bin oft sehr angetan von den vielen unterschiedlichen Möglichkeiten die es gibt „normale“ Menschen vor den Kopf zu stoßen. Ziemlich irritiert war ich neulich von einem Interview das in der Max stand. Das Motto „Mehr Meilen sammeln als Paul van Dyk“ mit Interview vom Paule zum Thema Fliegen und seinem HON Status.

Für alle unwissenden ein HON Status ist die höchste Auszeichnung für Star Alliance Vielflieger. Eine Schwarze Karte berechtigt dich sogar auf dem Schoß vom Kapitän Platz zu nehmen, durchsagen zu machen wie „Auf geht´s" oder bei „Stimmungsverlust fallen sofort Masken mit Lachgas von der Decke“ und jeder hübschen Stewardess ohne zu Fragen sofort die Zunge in den Hals zu schieben! Im Ernst!

Mir ist schon seit geraumer Zeit aufgefallen das bei diversen Dinnern mit Kollegen immer wieder das HON Wort fällt und auch wird sehr aufgeregt über die Privatjet Sache gesprochen.

Ich persönlich finde das eigentlich ziemlich albern, aber offensichtlich kommt man heutzutage mit angeben weiter als mit Bescheidenheit oder gar Humor. Ich las also in der Max wie Paule sagt das er nach Südamerika immer bis Miami First Class fliegt und dann mit dem Privatjet weiter zu den entfernten Zielen wie Bogota oder Medellin. Was für ein Statement dachte ich mir. Sehr ehrlich. Bestimmt ist das so. aber will das der Leser hier auch so wissen? Es ging ums Meilen Sammeln in der Überschrift, nicht um Luxusreisen für über 20tausend Euro. Ein normaler Mensch wird sich so eine Reise nie leisten können. Klar versteh ich dass man bei dem vielen Reisen es bequem haben möchte, aber ist es wirklich ratsam so ein Fass aufzumachen. Der klein Paul Van Dyk Fan wird das vielleicht nicht ganz verstehen, oder vielleicht sogar verurteilen. Das Statement „Ich bin unglücklich das die Concorde abgeschafft worden ist“ hat mich am meisten geärgert. Nur mal zur Info Paul aber beim letzten Start sind alle Passagiere ums Leben gekommen und darüber hinaus trägt die Umweltverschmutzung so einer Concorde mit einem viel höheren Benzinverbrauch als herkömmlich Jets nicht gerade dazu bei das es unserem Planeten bald besser geht. Das Thema globale Erwärmung dürfte auch an dir nicht spurlos vorüber gegangen sein oder gibt es im Privatjet nichts zu lesen? Ich bin sicher alle anderen sind auch traurig das es die Concorde nicht mehr gibt nur damit ein DJ oder ein total Beschäftigter schneller da sind? Ich glaube nicht das dass eine sehr moderne Einstellung ist.

Das Fliegen ist übrigens eine der Hauptgründe für die globale Erwärmung, weil hier das Co2 direkt in unsere Atmosphäre geblasen wird. Ein Thema übrigens das viel mehr Aufmerksamkeit verdient als ihr denkt! Ich persönlich haben nämlich Angst vor der Zerstörung unseres Planeten. Ich finde wir könnten UMWELTSCHUTZ wieder groß schreiben aber ich schweife gerade ab glaub ich. Fliegen ist wichtig und für unseren Beruf unumgänglich, aber ein bisschen mehr Bescheidenheit würde doch gut tun im Angesicht das solche Äußerungen ziemlich unnötig sind in der lokalen Presse.

Das Interview hat noch ein paar weitere tolle Statements, wie „Wie sollen den sieben Leute in einen Learjet reinpassen? Da fliegt man bequem zu zweit aber zu fünft wird es eng!“

Zwei und fünf ist sieben. Völlig richtig! Das hat glaube ich Paris Hilton auch schon gesagt!

Na ja wie auch immer es war toll zu lesen wie der Paule so reist und welches Gepäck er so benützt. Schade nur das in solchen Interviews sich oft ein Teil des wahren ich’s wieder spiegelt. Das fände ich allerdings wirklich Schade.

 

Ich muss jetzt los, der Jet wartet. Kein kleiner Learjet, nein ein Airbus und nicht zu siebt sondern ganz für mich alleine! Vielleicht dürfen noch 4 Supermodels mitfliegen. „Kate, Naomi, Klaudia und Heidi seid ihr fertig?“

Ich erzähl euch nächsten Monat wie die Reise war.

Euer

 

TOM

12. Februar 2007

Jeder ist ein guter DJ

Es gab mal vor sehr sehr langer Zeit eine Partyreihe in München, die so hieß. Das Konzept: Jeder, der mal Lust hatte, seine Lieblingsplatte aufzulegen, durfte ran. Der Freizeit-DJ wurde dann vom Publikum bewertet, und der Gewinner durfte an einem Abend mit dem Star-DJ des Clubs eine ganze Stunde gestalten.

Für die Jüngeren unter euch ist das ungefähr so, als wenn der Markus K. aus Inglostadt von MTV eine Open Turntable Tour durch das Land macht und nach neuen Talenten sucht.

Der Beruf DJ hat offenbar schon immer Interesse hervorgerufen. Musik machen für andere, im Rampenlicht stehen, seine Leidenschaft zur Musik zum Ausdruck bringen, Getränke und Mädchen umsonst bekommen... Es gibt vielerlei Beweggründe, DJ zu werden.

 Mitte der Neunziger kamen so viele dazu, die gemerkt hatten, dass man damit Ruhm und Ehre erlangen kann. Die sind dann aber auch genauso schnell wieder verschwunden. Der wahre Grund, DJ zu werden, sollte doch bitte die Musik bleiben, und nichts anderes. Auch der Drang, Partys zu feiern und seinen Gästen eine gute Zeit zu verschaffen, scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Schade eigentlich, dass jeder Bedroom DJ meint, er müsse die Tanzfläche langweilen.

Über das DJing ist schon so viel geschrieben und gesagt worden, dass es für Jahrhunderte reicht. Immer wieder wird bei einem netten Abendessen davon begonnen und oft genug wird bei irgendeiner Afterhour ein Schwank erzählt. „Habt ihr gesehen, wie der Novy hinter das DJ Pult gepinkelt hat? Der Sven hat mal wieder sieben Tage am Stück aufgelegt, und der Hell hat jetzt seine eigene Damenunterwäsche-Kollektion“. Bitte verschont mich mit dem ganzen Gelaber! Ich kenne alle Geschichten als erster. Warum würde ich sonst hier schreiben?

Heute geht es um ein weiteres Phänomen, das sich in den letzten Jahren wie eine schleichende Seuche in die Zunft der DJs eingepflanzt hat! Das „Heute darf das jeder“-Konzept ist zurück! Moderatoren, Hotelerbinnen, Pornostars, Filmsöhnchen und -töchterchen, Models, Ex-Models, Playmates... Sie alle dürfen neuerdings ran an die Turntables.

Ich selbst hatte das zweifelhafte Vergnügen, an Sylvester mit Oliver Pocher auflegen zu dürfen. Zwei Stunden wirklich schlechte Musik. Alles aus dem Radio und ein paar Oldies aus seiner Jugend! Calling Mr. Vain!!!! Der Opener des Sets war „Last Christmas“, gefolgt von „Sexy Thing“ oder so. Noch Fragen? Ist der nicht eigentlich bei den Zeugen Jehovas? Die feiern doch gar nicht! Keinen Geburtstag und Weihnachten auch nicht. Warum also Sylvester? Wahrscheinlich war das eine reine Glaubensaktion, um den anderen Gästen ihr Sylvester zu vermiesen.

Gong!!! Danke fürs Mitspielen, aber 2007 wird das Jahr der schlechten DJs!

Eines war mir darauf hin nicht so richtig klar: Der Olli feiert nicht und trinkt noch nicht mal ein Glas Sekt. Sorry Schatzi, die Leidenschaft zur Musik kann es unmöglich sein. Warum stehst du hier und legst auf? Gong!!!! Themaverfehlung!!!!

Ich habe mir den Abend auf alle Fälle ziemlich schön gesoffen, und so kommen wir mit Kopfweh zu einer weiteren Kandidatin. War übrigens klar, dass mein Freund Jean-Claudes Ades mir die im Internet gezeigt hat. Ich selbst wäre da nie drauf gekommen. Die Rede ist von der Topless DJane Niki Belucci. Ex-Pornostar. Die richtige Schreibweise wäre dann eigentlich Belutschi, oder?

Ich konnte meine Augen kaum glauben: Eine DJane oben ohne! Na endlich, hab ich mir gedacht. Kann man sich in Zukunft die Tabledancebar sparen. Vielleicht spielt die ja auch dein Lieblingslied, wenn du ihr einen Schein ins Höschen steckst? Einen Versuch wäre es ja mal wert. Niki also der neue Shootingstar am DJ-Himmel? Da fragt man sich schon so langsam, was noch alles kommt? Vielleicht gibt es ja bald DMC-Meisterschaften für Gehandicapte. Die ParaDMC Worldchampionships 2007 proudly pesents Mischen äh Mission Impossible!

Böser Novy, das geht zu weit! Die Niki finde ich auch. Und an alle anderen Hobby-DJs, die nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen: Tut mir bitte einen Gefallen und hört auf! Ich weiß, der Februar ist die Narrenzeit, aber bitte bitte lasst es gut sein. Ihr habt keine Ahnung, worum es bei der ganzen Sache geht. Und sollte eine Ausnahme unter euch sein, schön und gut, aber der Rest verschont uns bitte in Zukunft mit fehlendem Talent.

In diesem Sinne mach ich mich auf in ferne Länder und werde berichten!

Ich hab’ euch lieb

 

 

TOM

 

07. Februar 2007

Fliegen ist schööööööön!

Wenn im Flugzeug die Sitznachbarn nerven ...

1. Öffne seelenruhig und mit bedachten Bewegungen deinen Notebookkoffer.
2. Hole dein Notebook hervor.
3. Schalte es ein.
4. Halte das Notebook so, daß der nervige Sitznachbar den Bildschirm sehen kann.
5. Schließe deine Augen und blicke ergeben gen Himmel.
6. Klicke auf diesen Link:

LG
Cram

Besten Dank an die liebe Sandy für diesen Link.


06. Februar 2007

Irrfahrt ohne Ende

Unglaublich aber wahr - kaum mal in den falschen Bus gestiegen, schon ist man 25! Jahre unterwegs.
Hier mehr dazu.

LG
Cram

Neulich im DJ Forum

>
>> Hallo bruder,
>> Check mal die statements:
>> 1."Spiel mal was Gutes, irgendwas wozu man tanzen kann!"
>> Der DJ muß schließlich für mehr als nur eine Person Platten
>> auflegen...d.h., was Dir nicht gefällt, ist vielleicht jemanden
>> anderes Lieblingssong, und zu allem was hier aufgelegt wird kann man irgendwie tanzen!
>> 
>> 2. "Kannst Du nicht mal was mit einem ´Beat´ spielen?"
>> Mal Ernst! Wir kennen keinen Song, der in einer Disco gespielt wird,
>> der nicht irgendeine Art ´Beat´ hat!
>> 
>> 3. "Ich weiß nicht wer´s singt, und ich weiß auch nicht wie´s heißt,
>> aber es geht ungefähr so...."
>> Bitte sing dem DJ nichts vor! Er muß sowieso jeden Abend in
>> verrauchten und gefährlich lauten Räumen aushalten. Tu´ ihm also den
>> Gefallen, und trag´ ihm Deinen Lieblingssong nicht vor.
>> 
>> 4. "Jeder will´s hören!"
>> Na klar! Du hast jeden in der Disco gefragt, und als Sprecher von
>> allen bittest Du jetzt um den Song!
>> 
>> 5. "Alle tanzen, wenn Du das spielst!"
>> Der DJ nicht. Ich denke, das zerschmettert Deine Theorie!
>> 
>> 6. "Ich krieg´ eine/n in´s Bett, wenn Du das spielst!"
>> Warum gibst Du Dich mit einer Nacht zufrieden? Kauf Dir das Album,
>> und Du kannst´s den ganzen Monat so haben!
>> 
>> 7. "Das möchte ich als nächstes hören!"
>> Der Einzige, der so fordern kann, schreibt den Gehaltsscheck des DJ!
>> 
>> 8. "Ich weiß nicht, was ich hören will, was habt ihr denn so?"
>> Es wäre einfacher, wenn Du noch ein Bier trinken gehst und überlegst,
>> was Du hören möchtest, als wenn Dir der DJ jeden Titel aus seinem
>> Koffer vorlesen soll.
>> 
>> 9. "Mensch, dazu kann man nicht tanzen!"
>> Es ist nicht besonders klug, sowas zu sagen, wenn die Tanzfläche voll
>> ist (Manche tun´s trotzdem). Selbst wenn da nur ein Tänzer wäre,
>> widerspräche das Deiner Behauptung!
>> 
>> 10."Spiel doch bitte nochmal...."
>> In meinem Alter kann man nur noch 1x pro Nacht.....
>> Bitte wünsche Dir nicht nochmal einen Song, der an dem Abend schon
>> zweimal gelaufen ist. Nicht nur das restliche Publikum wird es Dir
>> danken! Wenn der DJ dreimal in der Woche ein Lied auch noch dreimal
>> am Abend hören muß, hängt es ihm zum Hals raus (...Und dann wirst Du es NIE MEHR hören!!!!!)! Also:
>> Wenn Du Deinen Lieblingssong unbedingt mehrmals täglich zum Überleben
>> brauchst, so kauf´ Dir doch die Scheibe!!
>> 
>> 11."Kannst Du nicht mal was Bekanntes spielen?"
>> So! Du gehörst also zu den BAUERN, die nur die Top 100 im Gehörgang haben!
>> Schreib´ Dir bitte mal folgendes hinter den letzteren: Es gibt so
>> viele Songs, die Du noch nicht kennst, und auf die man trotzdem
>> tanzen kann!! Wenn Der DJ eine Scheibe auflegt kann es sein, daß Du
>> (als Kaufhof- Kunde???) die Platte erst in einigen Wochen in den
>> Fingern hältst. Es gibt keine schlimmeren Leute als die, die heute
>> über eine Platte mosern, und sie sich in 4 Wochen (Nachdem sie in der
>> Hitparade steht oder im Radio lief) mit Nachdruck wünschen (Siehe
>> Punkte 1,4,5,10). Auch hier gilt die Regel: Was der Bauer nicht kennt, darauf tanzt er nicht!!
>> 
>> 12."Kannst Du nicht mal was von Depeche Müll spielen????"
>> Es gibt Momente im Leben eines Discjockeys, an denen er sich nichts
>> mehr wünscht, als jemanden mit dem Kopfhörerkabel zu erdrosseln! In
>> diese Gefahr begibst Du Dich gerade! Mir wird schlecht!!! (Dem
>> Discjockey und dem Lightjockey auch, und DU machst´s weg!!!!! )
>> 
>> 
>> 13."Leg´ doch mal die CD/Kassette hier auf!"
>> Der DJ trägt die Verantwortung für alles, was über die Anlage zu hören ist.
>> Anstatt Deines Liedes könntest Du ja auch alles andere aufgenommen
>> haben, wie z.B: Deine letzte Liebesnacht, Kulenkampff´s
>> Nachtgedanken, Depeche Müll, Grüße an Deine Mutti, usw.... . Und da
>> der DJ sich den Song nicht komplett anhören kann: Laß´ Deine Tapes zu
>> Hause, da liegen sie warm und trocken! (Da wäre dann auch noch der
>> große Magnet in der Tasche des DJ!!) Abgesehen davon: Was ist eine Kassette ???
>> P.S: Falls Du gar mit einer Tüte Platten ankommst, wird kurzfristig
>> ein
>> Frisbee- Wettbewerb ausgeschrieben!)
>> 
>> 14."Was soll denn die lahme Schnulze?"
>> Was soll denn der flache Kommentar? Wenn Du von einer Disco
>> erwartest, daß nur Power-Stücke über 120 b.p.m. (b.p.m. = Beats per
>> minute, Schnelligkeit der Scheibe! Wieder was gelernt, oder?)
>> gespielt werden, hast Du bei der Bildung Deines Musikgeschmackes
>> leider einige Kapitel übersprungen ! (Sechs
>> - setzen!!) Oder willst Du ernsthaft die Qualität eines Musikstückes
>> daran messen, wie gut der Drumcomputer programmiert wurde??
>> 
>> 15a. "Spiel doch bitte endlich ...., ich muß gleich gehen!"
>> Du bist bestimmt nicht der einzige Gast in dem Laden, und auf einen
>> mehr oder weniger kommt´s sicherlich nicht an, oder?
>> 
>> 15b. "Ich bin gerade erst gekommen!"
>> Wen interessiert das hier ??
>> 
>> 16."Spiel doch mal was spanisches"
>> Zuerst gehst Du an die Bar, sagst: "Gib mir bitte mal was
>> alkoholisches" und versuche, während sich deine Promillezahl der des
>> DJ´s nähert, über den Sinn dieser Aussage nachzudenken. Oder hast Du
>> schonmal eine Discothek gesehen, die ihre Platten nach Ländern
>> geordnet hat? (Wahrscheinlich mit Fähnchen über den Regalen!)
>> 
>> 17."S....Spp...Spielssssde m...ma....hicks......"
>> Wahrscheinlich wolltest Du sehr oft was spanisches hören - Auf jeden Fall:
>> In Deinem Zustand gefällt einem entweder alles oder gar nichts, also
>> was soll der DJ noch für Dich tun? (Und Kaffee gibt´s an der Theke,
>> nicht bei den Plattenspielern!)
>> 
>> 18."Ich geb´ Dir was aus, wenn Du das spielst!"
>> Ich bekomm die Getränke zwar frei aber wenn du soviel Geld hast, bitte....
>> 
>> 19."Wann wird´s denn voll hier?"
>> Siehst Du vielleicht eine Kristallkugel neben den Plattenspielern stehen?
>> Das einzige was der DJ ungefähr voraussagen kann ist: Wann ER voll ist.
>> 
>> 20. "Ich will was gutes hören, spiel´ doch mal Musik, irgendwas, bloß
>> nicht das hier! "
>> Du könntest genausogut an die Bar gehen und sagen: ""Ich will was
>> trinken- irgendwas, bloß nicht das hier! " Kritik dieser Art ist völlig sinnlos!
>> 
>> 21. "Ist das die einzige Art Musik, die ihr hier spielt?"
>> Wenn man in ein China- Restaurant geht, bestellt man ja auch keine Pizza!
>> Rock- Clubs spielen Rock, Wave- Clubs spielen Wave, Disco´s spielen
>> Disco usw.... .
>> 
>> 22. "Bitte... nur 1 mal.....für MICH *Titten ins Gesicht drück*.............
>> Hm, wenn Du WIRKLICH gut aussehen würdest.....
>> 
>> 22."Kannst Du mal ´Er gehört zu mir´ spielen?"
>> Nein!
>> 
>> Kleiner Gramatikkurs
>> 
>> 1. "Mach mal...."
>> Der DJ macht´s zwar, aber bestimmt nicht mit Dir!
>> 
>> 2. "Kannste mal...."
>> Können tun wir alles, nur mit dem wollen ist´s manchmal so eine Sache....
>> 
>> 3. "Tu´ mal ... drauf!"
>> Drauftun ist kein Problem, solange Du nicht erwartest, daß er sie
>> auch spielt
>>

Liebsten Dank an den Kollegen Sebbo für´s weiter leiten.

Cram

old school for life


LG Cram

01. Februar 2007

Jede Woche eine neue Welt

Dsc00178

Herzlichst,
Cram